And the beat goes on

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  • August 28, 2011

Also, mein neuer Kumpel Keith schreibt in seiner Autobiographie, dass er vor ’nem Konzert immer gerne in der Kruste von so ’nem Shepard’s Pie rumstochert (ob mit Löffel oder Gabel lässt er dabei offen).
Mit ganz leerem Magen arbeiten gehen ist ihm wohl nicht geheuer aber vorher so richtig satt essen ist auch nicht so sein Ding. So hab ich das jedenfalls verstanden. Was es dann während eines Konzertes noch hinter den Verstärkern auszukotzen gilt (da wechselt er sich immer mit Mick ab), muss uns jetzt nicht interessieren, gelle!? Habt ihr gewusst, dass Mick während eines Konzertes ungefähr 15 Kilometer zurücklegt? Bei meinem Kumpel sind’s zwar nur geschätzte 7 oder 8, aber der hat ja auch ständig was um den Hals hängen, also kann man das getrost gefühlt verdoppeln. Schneidige Jungs, das, Hut ab!
Jetzt kann ich nicht gerade behaupten, dass ich mir während einer Nachtschicht die Hacken abrenne (schliesslich heisst es ja „Türsteherin“ und nicht „Türläuferin“ oder so). Nein, bei mir ist eher Hirnarbeit angesagt, frag nicht nach Sonnenschein! So von wegen „open minded clubculture“ , wie es die Herren und Damen Mit(Nacht)bewerber gerne ausloben. Die ganze Nacht das mind open zu halten und dabei noch ne gute Figur zu machen, ist kein Ponnyhof, ich sag’s dir! Wer mal gesehen hat, wie die, die das richtig! proffessionell durchziehen, am nächsten Mittag noch mit Kapuzen auffem Kopp rumrennen, kriegt ne Ahnung davon, wie sehr man in dem Metier auf sein Hirn aufpassen muss.
Und ausserdem leistet so ein Hirn ja auch Schwerstarbeit, wenn es ständig entscheiden muss, ob es die Halbgescheiten nach rechts (sprich Heimweg) oder nach links (sprich Rumpelbude, 50 Meter weiter) umleiten soll. Rechtslinkskoordination kann auf Dauer ganz schön an den Kräften zehren, glaub’s mir!
Langer Rede, kurzer Sinn: mir ist mit der Kruste von nem Shepard’s Pie nicht gedient, ich brauch Kohlehydrate. Weil wir in den letzten Tagen ein klein wenig, sagen wir, overpastaed waren, gab’s gestern Kartoffelsalat mit Bohnen in quasi Salsa verde (ein bisschen Lammfleisch gab’s auch dazu, aber das wollen wir an dieser Stelle mal vernachlässigen).
Wenn du also demnächst mal nachts deine Koordinationsfähigkeit trainieren möchtest, kochst du Kartoffeln mit der Schale, blanchierst grüne Bohnen (schön kalt abduschen nicht vergessen, wegen der Farbe), machst eine Vinaigrette aus Olivenöl, gepresstem Knoblauch, Estragon, Basilikum, glatter Petersilie (alles frisch und gehackt), gaaanz kleinen Kapern, Senf (ich hab selbstgemachten von einer Freundin, ich Glückspilz!), Pfeffer und Salz aus der Mühle (wenn du keine Mühlen hast, auch kein Ding, würz einfach so, wie du’s da hast), wenn du noch Sardellen dazu tust, ist’s gut (ich hatte keine mehr). Du machst dir aber schon die Mühe, die Kartoffeln nach dem Garen zu pellen und in Scheiben zu schneiden und alles miteinander zu vermengen, gelle, soviel Zeit muss sein!?

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