Blumenkohl mit Safran (Ottolenghi, Seite 106)

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  • Juni 14, 2011
Bis letzten Samstag lautete eines meiner bestgepflegten Glaubensbekenntnisse: ein Samstagabend ist erst ein perfekter Samstagabend mit einem schönen Stück Fleisch. Das Einkaufen, die Vorbereitung, die Betreuung und all das eben. Nun ist es aber so, dass uns irgendwie der Appetit selbst auf die eine Fleischmahlzeit in der Woche abhanden gekommen ist. Zum einen wegen EHEC Kausalkette und so, zum anderen weil wir im tiefsten Inneren doch fürchten, durch einen dummen Zufall eine Kreatur zu verspeisen, die niemals die Chance hatte, auch nur im Ansatz so zu leben, wie es mal im Sinne des Schöpfungsgedanken gewesen sein mag. Zugegeben, sowas kann auch Menschen passieren, aber die habe ich ja auch nicht auf dem Speiseplan, gelle!?
Nein, wir werden, glaub ich keine Vegetarier. Aber unter dem hier möcht ich nicht mehr bleiben, Punkt! Die Zeit wird’s zeigen und was ich eigentlich sagen wollte: es macht auch grossen Spass, sich samstagabends mit einem Blumenkohl zu beschäftigen!
Man tue, wie folgt:
Backofen auf 200°C vorheizen
1,5 Tl Safranfäden (ich hab zwei Heftchen genommen, schliesslich konnte ich ja um halb acht noch nicht wissen, ob ich den Lottojackpott knacke) mit 80 ml kochendem Wasser übergiessen (ich hab dem Braten nicht getraut, deswegen bei mir die doppelte Menge), eine Minute ziehen lassen.
Einen mittelgrossen Blumenkohl (zerteilt), 1 grosse rote Zwiebel, in Ringe geschnitten (bei mir ne rote und ne weisse), eine Handvoll Rosinen (warum der gute Yotam meint, man solle sie einweichen, wenn sie zu trocken sind, ist mir schleierhaft. Schliesslich verbringen sie noch ne Menge Zeit in Flüssigkeit, tssss…) Eine Handvoll grüne Oliven (bei mir spanische mit Sardellenpaste gefüllt), eine Biozitrone, geachtelt (steht nicht im Rezept, war mir aber nach!), 4 EL Olivenöl, 2 Lorbeerblätter, Salz und schwarzen Pfeffer mit dem Safranwasser in einer Schüssel gut vermischen.
Die Mischung in eine Auflaufform geben, mit Alufolie abdecken und 30- 40 Minuten im Ofen backen (schreibt Yotam, ähem…also, bei mir hat’s deutlich länger gedauert, bis da mal was von Garsein zu merken war). Sei’s drum, da muss man dann wohl ein bisschen rumfrickeln und zwischendurch immer mal umrühren, gelle!?
Was Herr Ottolenghi dann damit macht, ist eine Sache, ich hab den Kollegen Blumenkohl jedenfalls mit gebratenen Chorizowürfeln (ihr erinnert euch, wir sind keine Vegetarier! Und ausserdem musste für die Nachtschicht noch n bisschen WUUUMMMS her! Die Zitrone hab ich vorher entfernt!), gehackter Petersilie und Pasta serviert.
Fazit: grosses Samstagabendglück!

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