Das nackte Grauen

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  • November 25, 2009



Eigentlich sollte über das, was gestern in meiner Küche geschah, der lange, dicke Mantel des Schweigens gebreitet werden, ist aber nicht im Sinne eines Blogs, ich weiss (hat schon mal jemand irgendwo ein Schweigeblog entdeckt? Wenn nicht, werd ich eins posten, und zwar ausschließlich für solche Abende wie gestern!).
Was soll ich sagen? Predige ich doch im letzten Post den respekt- und pietätvollen Umgang mit Küchenresten, wandere ich auch schon, bigott, was ich bin, in die Kategorie SO NICHT.
Ich könnte jetzt meine besten Absichten in’s Feld führen, was nützt’s? Die Wahrheit ist: Murks und Matsch, der in die Geschichte meiner Küche eingehen wird.
To cut a long story short, angedacht war Polenta mit den Kaninchenresten vom Wochenende, angeregt durch ein Rezept von einem der jungen Pariser Spitzenköche, die immer so locker und cool sind. Und weil ich ja auch locker und cool bin ( who the fuck cares?), hab‘ ich gedacht, was mit Hühnerbrustfilet geht, geht auch mit meinen Kaninchenresten. Polenta kochen, in Form giessen, mit Fleisch füllen, mit Polenta bedecken, ab in den Kühlschrank, bis dahin war alles gut. Was dann geschah, ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben, ich denke, die Sprache der Bilder ist Zeugnis genug!
P.s. Der Rotkohl hat als Salat seine Rohkostendbestimmung gefunden, jetzt zufrieden, Geniesser??
PP.s. Ich muß mich von diesem Schock erholen und schreibe einstweilen nur noch für Golfsportmagazine, davon habe ich nämlich genauso wenig Ahnung wie vom Kochen.

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