Heute auf dem Markt und was sonst noch so war

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  • November 28, 2009

Es ist mal wieder Samstagnachmittag, diese heiligen Stunden, in denen man die Innenstädte und auch die an die Peripherie verlegten Konsummöglichkeiten meidet, möchte man nicht der geistigen Gesundheit final verlustig gehen.
Meine Gänsekarkasse ist jedenfalls im Topf, auf das ein vortrefflicher Fond daraus werde, doch dazu noch später.

Gestern war der siebzehnte der über alles geliebten Tochter und der fing erstmal ziemlich unfeierlich an, weil wir vergessen hatten, daß die Weckfunktion ihres iPod zur Zeit nicht zuverlässig funktioniert, also Kind viiieeel zu spät geweckt, Geschrei, Hysterie, kurz, das komplette Programm: ichkommzuspäthabtotalstressrhababerrhababer. Da hier aber niemand nenneswert nachtragend ist, war vor Antritt des Schulwegs alles wieder gut, also auf zum nächsten Eklat: Töchterchen hatte sich erbeten, die Frage, ob sie Kuchen am Nachmittag wünsche, per SMS, also auf Zuruf aus der Feistunde zu regeln. Nur blöd, wenn Mutter nicht auf’s Handy schaut, quasi denkt: dann wohl eher nicht.. Am Nachmittag dann: ichhabdirdochextranesmsgeschriebenrhababerrhababer, diesmal aber nur das halbe Programm, wie gesagt, wir sind nicht sehr nachtragend. Dank des Nußkuchens, den eine Schulfreundin gebacken hatte, haben wir doch noch einen schönen Nachmittag hingekriegt. Und dafür, daß die Zeit der Kindergeburtstage anscheinend wirklich vorbei ist, sprach die Tatsache, daß man sich am Abend bei der Geburtstagsparty einer Freundin eingesneakt hat, so kann’s gehen…Vorbei die Zeiten, in denen ich so diabolische Erpressungen, wie „Wenn ich den Tisch nicht Waldorfstyle decken darf (war für mich immer der Inbegriff der Anwartschaft auf das Mutterkreuz!), zieh ich…an. Auf Details verzichte ich an dieser Stelle, versichere nur, daß das Kleidungsstück einer Erstklässlerin derart peinlich war, daß ich meine bescheuerten Waldorfäpfel aufstellen durfte. Ich finde, sowas macht ein Kind alltagskompetent, quasi streetcredibility! Ausserdem gibt’s heute doch ganz wundervolle Therapieprogramme für schwere Kindheitstraumata, oder?

Das Abendessen im äusserst trauten Kreis (der Mann und ich.. ) war dann ein Ragout vom Biokalb mit Röhrennudeln, keine große Kirmes aber sehr lecker! Der Hauptgeschmacksträger waren die Sardellenfilets, mit Kapern gefüllt. Die hab ich mit etwas Knoblauch, gehacktem Rosmarin und einer Schalotte in Öl angedünstet, das Fleisch dazugegeben, mit Pfeffer und Salz gewürzt und gewartet, bis der Bratensaft etwas einkocht. Dann noch 2 kleingewürfelte Tomaten dazu, wieder etwas einkochen lassen, mit Weisswein ablöschen, weiter leicht einköcheln lassen. Eigentlich wollte ich das Ganze mit angeröstetem Salbei garnieren, das ist daneben gegangen, stattdessen hab‘ ich die Sauce mit Salbei in gebräunter Butter montiert. Klingt vielleicht dilletantisch, schmeckt aber super, ich schwör!

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One Comment

  • Claus sagt:

    Für das Chaos am Morgen brauchen meine Mädels (13 und fuffzehn) keinen Geburtstag. Das geht auch so, jeden morgen, ich schwöre, irgendwann frühstücke ich mit dem Hund alleine im Keller.
    Dat Kälbschen dürft ich so nicht machen, Sardellen stehen im Hause Schlemmer auf der roten Liste…

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