Matjessalat

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  • September 19, 2010


Das Wochenende war im weitesten Sinne von Überraschungen geprägt; über die Unangenehmen davon möchte ich im engeren Sinne den Mantel des Schweigens breiten. Positiv erwähnenswert finde ich allerdings die Erkenntnis (Überraschung!), dass ich plötzlich mit Matjessalat klarkomme.
Zwei Fakten zur Erklärung: aus meiner Zeit als Küchenschabe in einem Essener Szenerestaurant nährte ich über viele Jahre die begründete Hypothese, dass ich von Matjes übelste Hautirritationen bekomme. Kein Quatsch, wenn da einmal im Jahr die Matjeswoche zelebriert wurde, habe ich mich um minimalste soziale Präsenz bemüht, wohlwissend, dass Alienhände dem Gast nicht als distanzverringernde Eindrücke dienlich sind. Das mal dazu. Nun ist es aber so, dass ich seit einiger Zeit einen alten Menschen bei der Rekonvaleszens im Krankenhaus begleite. Jeder, der das schon mal gemacht hat, weiss, dass das Spitalessen zu allerletzt zur raschen Genesung beiträgt. Was also ist die Massnahme der Wahl? Richtig, man bringt lecker Essen mit! Wenn sich der Patient dann noch Matjessalat wünscht, weißt du, dass ist jetzt wieder eine Wegmarke, an der zu wachsen du nicht umhin kommst, schön!
Weil Lügen ja bekanntlich schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann: das Rezept stammt von meinem Telefonjoker aus der Schweiz und ist somit nicht auf meinem Mist gewachsen.

2 Packungen Matjesfilets (vom Discounter) in fingerbreite Stücke schneiden

1 säuerlichen Apfel, 2 rote Zwiebeln, 1 grüne Paprika und eine handvoll eingelegte Gürkchen fein würfeln.

Das Ganze mit leichter Mayonnaise (Miracel etc.) vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. einen Löffel Joghurt beimischen.
Dazu reiche man Pellkartoffeln.
Was soll ich sagen? Lecker, kann man machen!

Gute Besserung!

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