Wie die Jungfrau zum Kind

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  • Juli 6, 2011
So kann’s gehen: du ahnst nichts Böses, und dann eröffnet dir deine Frau plötzlich, dass sie gedenkt, ab Montag wieder auswärts zu arbeiten. Für das Abendessen habe sie also keine Zeit, kuckmalwatnochimkühlschrankis, bist doch kreativ, hehe, die Bohnen müssten mal weg, dir fällt schon was ein, Pesto Genovese murmel murnel und tschüss.

Klar fällt mir was ein. ganz hinten, in den unendlichen Weiten meines Hirns, schälen sich die Worte „Pesto“, „Pasta“, „Kartoffeln“ und „Bohnen“ aus dem Nebel. Also googlen: „Pesto“, „Pasta“, „Kartoffeln“ und „Bohnen“, zur Sicherheit noch „Rezept“ und „Blog“.
ZACK! I got it.
Beim Deichrunner bin ich fündig geworden. Hab, erhrlich gesagt, was Einfacheres erwartet, für den Anfang als „das 10 Minuten, jenes 5 Minuten kochen. erst dies goldgelb braten, dann das auch noch dazu in die Pfanne, aber nur noch 2-3 Minuten, wärend man mit der anderen Hand den Pastatopf jongliert…“ – also etwas geradliniger, hatte ich gedacht, wenn ihr versteht, was ich meine.
Am Ende hat’s natürlich allen klasse geschmeckt, ganz ehrlich, Mann, wirklich klasse haste das gemacht usw sie wissen schon. Ich fühle mich schwer gebauchpinselt.

By the way: es gab da so’ne kleine MeinungsverschiedenheitDiskussion, ob das jetzt Pesto Genovese sei oder nicht. Meiner Meinung nach beschrieb der Begriff nämlich nix anderes als das klassische aus Parmesan, Basilikum, Pinienkernen, Salz und Olivenöl hergestellte Pesto. Meine Frau allerdings vertrat die Meinung, zu einem solchen  gehörten quasi unabdingbar auch noch Bohnen und Kartoffeln. 
Ich hab’s nachgeschlagen: ich hatte natürlich Recht! Allerdings ist es in Genua üblich, Pasta mit Pesto (Genovese) ein paar Kartoffeln und Bohnen beizugeben, weil sich auf diese Weise deren Stärke an die Nudel anlegt, so dass das Pesto besser haften kann. Haben wir eben beide Recht.

Morgen mache ich was Einfacheres.

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